Baba Tahirê Uryan
Einer der ersten Dichter, der einen frühen kurdischen Dialekt für literarische Zwecke nutzte. Seine Vierzeiler (Dûbeytî) zählen zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen kurdischer Dichtkunst.
Diese Gelehrten legten den Grundstein, als Kurdisch kaum als Schriftsprache existierte. Sie begründeten Lexikographie und Sprachbewusstsein.
Einer der ersten Dichter, der einen frühen kurdischen Dialekt für literarische Zwecke nutzte. Seine Vierzeiler (Dûbeytî) zählen zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen kurdischer Dichtkunst.
Der geistige Vater der kurdischen Philologie. Schrieb mit „Nûbehara Biçûkan" das erste kurdisch-arabische Wörterbuch für Kinder, um Bildung in der Muttersprache zu fördern. Sein Epos „Mem û Zîn" gilt als Nationalwerk.
Der „Erwecker" des kurdischen Sprachbewusstseins. Kritisierte die Dominanz des Arabischen und Persischen und forderte die Kurden auf, ihre eigene Sprache in Wissenschaft und Literatur zu nutzen.
In dieser Phase entstanden die Schriftsysteme, ersten Druckereien, die ersten Romane und die monolingualen Wörterbücher.
Ältester der Mukriyanî-Brüder. Gründete 1916 die erste kurdische Druckerei (zunächst in Halepja, später in Rewanduz) und gab die Zeitschriften „Zarî Kurmancî" und „Rûnakî" heraus. Pionier des kurdischen Verlagswesens.
Der Schöpfer des kurdisch-lateinischen Alphabets (Hawar). Gab in Damaskus die Zeitschrift „Hawar" heraus, die zur Wiege der modernen Kurmancî-Schriftsprache wurde. Seine Grammatik-Arbeiten sind das Fundament der heutigen nordkurdischen Schriftsprache.
Verfasste mit „Şivanê Kurd" (Der kurdische Hirte) den ersten kurdischen Roman und war maßgeblich an der Entwicklung des frühen kurdischen Alphabets in der Sowjetunion beteiligt.
Systematisierte die Sorani-Grammatik und passte das arabische Alphabet an die kurdischen Phoneme an. Sein kurdisch-englisches Wörterbuch war ein wissenschaftlicher Meilenstein.
Bruder von Huznî Mukriyanî. Unermüdlicher Verleger und Lexikograph, der durch seine Druckerei „Çapxaney Kurdistan" in Hewlêr und mehrere Wörterbücher half, die kurdische Schriftsprache im Irak zu verbreiten.
Verfasser des „Ferhengî Xal" — eines umfassenden kurdisch-kurdischen Wörterbuchs in drei Bänden, das zu den bedeutendsten monolingualen Wörterbüchern der kurdischen Sprache zählt. Daneben sammelte er kurdische Sprichwörter in „Pandi Pêşînan" (Sprüche der Alten).
Pädagoge und Lexikograph. Beteiligt an der Modernisierung der kurdischen Schulbuch-Terminologie und an der Entwicklung pädagogischer Wörterbücher für den Unterricht.
Hier wurde die kurdische Linguistik auf ein universitäres, internationales Niveau gehoben — von Leningrad bis Bagdad, von Berlin bis Sulaymaniyya.
Der „Großmeister" der Kurdologie in der Sowjetunion. Schrieb die erste tiefgreifende wissenschaftliche Grammatik des Kurmancî und leitete die Leningrader Schule der Kurdologie.
Verfasser des Standardwerks „Mêjûy Edebî Kurdî" (Geschichte der kurdischen Literatur). Dokumentierte systematisch die kurdische Literaturgeschichte und prägte den literaturgeschichtlichen Diskurs für Generationen.
Politiker, Gelehrter und Förderer der kurdischen Sprache im Irak. Setzte sich für die institutionelle Anerkennung des Kurdischen als Bildungssprache und für die Entwicklung sprachpflegerischer Institutionen ein.
Schuf mit dem „Henbane Borîne" das bedeutendste kurdische Wörterbuch. Meister darin, „reine" kurdische Wörter (Rasenî) wiederzubeleben und der Sprache fremde Einflüsse zu nehmen. Übersetzte u.a. den Koran und das Avesta.
Kurdischer Linguist und Lexikograph. Beiträge zur Erforschung der kurdischen Morphologie und zur Standardisierung des modernen Sorani.
Forscher der kurdischen Sprache, beigetragen zur Dokumentation und Beschreibung des Sorani in Wortschatz und Grammatik.
Linguist und Stilist; arbeitete an der Erweiterung des kurdischen Schriftwortschatzes und an stilistischen Studien für die moderne kurdische Prosa.
Ein Vordenker für ein einheitliches Standardkurdisch. Forschte intensiv zur Etymologie und Syntax und versuchte, die Sprache von fremden Einflüssen zu reinigen. Lehrte an deutschen Universitäten.
Irakisch-kurdischer Philologe und Literaturkritiker. Erforschte die klassische kurdische Literatur, lehrte an mehreren Universitäten und schrieb grundlegende Werke zur Sprachwissenschaft. Studierte u.a. in Moskau.
Der wichtigste Grammatiker des modernen Soranî. Sein Werk „Rêzimanî Kurdî" ist das wissenschaftliche Standardwerk für die Struktur der Sprache.
Schülerin von Qanatê Kurdo in Leningrad/Sankt Petersburg. Spezialistin für kurdische Phonologie, Morphologie und Dialektologie. Vertritt die russisch-sowjetische Kurdologie-Tradition.
Diese Persönlichkeiten sichern die Sprache in der akademischen Welt und im Ausland — von Bagdad bis Berlin, von Hewlêr bis Sulaymaniyya.
Historiker und Linguist, der die Ursprünge der kurdischen Sprache (medisch, hurritisch) erforschte und ihre historische Tiefe belegte.
Führende Linguistin im Irak, spezialisiert auf die Modernisierung der Terminologie, Phonetik und die Rolle der Frau in der Sprache.
Hat die kurdische Sprache in Europa akademisch verankert. Seine umfassenden Wörterbücher und Grammatiken (Kurdisch–Deutsch) sind die Brücke für die internationale Forschung. Gründer des Kurdischen Instituts Berlin.
Kurdische Linguistin, forschte und lehrte an irakisch-kurdischen Universitäten zur Grammatik und Lehre des modernen Sorani.
Moderner Linguist mit Forschungsschwerpunkt auf zeitgenössischem Sorani — Wortbildung, Syntax und sprachpolitische Fragen.
Linguist und Lexikograph der Berzincî-Tradition; arbeitet an der modernen kurdischen Lexikographie und der wissenschaftlichen Beschreibung des Sorani.
Akademische Linguistin, forscht und lehrt zu kurdischer Sprache und Literatur an universitären Einrichtungen in Kurdistan.
Linguist, beigetragen zur modernen kurdischen Sprachwissenschaft, insbesondere in Bereichen der Syntax und semantischen Analyse.
Junge kurdische Linguistin mit Forschungsbeiträgen zu zeitgenössischem Sorani und sprachpädagogischen Fragen.
| Name | Hauptfokus | Dialekt-Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Ehmedê Xanî | Lexikographie (Anfang) | Kurmancî |
| Celadet Bedirxan | Alphabet & Rechtschreibung | Kurmancî |
| Hûsên Huznî Mukriyanî | Erste kurdische Druckerei | Soranî |
| Tewfîq Wehbî | Standardisierung & Schrift | Soranî |
| Mohammed Khal (Şêx Mehemedî Xal) | Kurdisch-Kurdisches Wörterbuch (3 Bände) | Soranî |
| Qanatê Kurdo | Wissenschaftliche Syntax | Kurmancî |
| Hejar | Wortschatz-Reinigung | Soranî / Kurmancî |
| Elaeddîn Sajadî | Literaturgeschichte | Soranî |
| Dr. Awrahmanî Hacî Marif | Akademische Grammatik | Soranî |
| Dr. Zerê Aref Yusupova | Russische Kurdologie | Kurmancî / Soranî |
| Feryad Fazil Omar | Moderne Lexikographie | Soranî / Kurmancî |
Nutze diese Seite als Baustein im Sorani-Lernweg: erst verstehen, dann üben, anschließend mit Karteikarten und Beispielsätzen wiederholen.