Akkad — Erstes Großreich Mesopotamiens (ca. 2334–2150 v. Chr.), gegründet von Sargon. Seine Könige führten Feldzüge bis tief in den Zagros — auch gegen Subartu. mehr →
Amarna-Briefe — Diplomatische Korrespondenz aus Ägypten (14. Jh. v. Chr.); enthält Briefe des Mitanni-Königs Tušratta, einen davon ganz auf Hurritisch. mehr →
Anabasis — Bericht Xenophons über den Rückzug griechischer Söldner (401 v. Chr.) — mit der berühmten Schilderung der Karduchen im Bergland am Tigris. mehr →
Anubanini — König der Lullubi; sein Felsrelief bei Sar-e Pol-e Zahab ist eines der ältesten Herrscherbilder des Zagros. mehr →
Assyrer — Semitischsprachiges Volk am mittleren Tigris; ihre Könige nannten den Norden „Subartu“ und hinterließen die meisten Quellen darüber. mehr →
E
Ergativ — Satzbau-Typ, bei dem der Täter eines transitiven Satzes eigens markiert wird — Kennzeichen des Hurritischen wie auch des heutigen Kurdischen (in der Vergangenheit). mehr →
G
Gordyene — Antike Landschaft (auch Corduene) im Bergland des Tigris — Nachfolgerin des Karduchen-Gebiets zwischen Rom und Parthien. mehr →
Gutäer — Bergvolk des Zagros, das nach dem Fall Akkads (um 2150 v. Chr.) rund ein Jahrhundert über Sumer herrschte. mehr →
H
Hanigalbat — Assyrischer Name für das Restgebiet Mitannis nach dessen Fall im 13. Jh. v. Chr. mehr →
Hurritisch — Agglutinierende, ergativische Sprache Nordmesopotamiens; weder semitisch noch indogermanisch, verwandt nur mit dem Urartäischen. mehr →
K
Karduchen — Bergvolk, das 401 v. Chr. Xenophons Söldnern sieben Kampftage lieferte; die alte Gleichsetzung mit den Kurden gilt heute als nicht haltbar. mehr →
Keilschrift — Älteste Schrift der Welt (ab ca. 3300 v. Chr.): Silben- und Wortzeichen, mit Rohrgriffel in Ton gedrückt. mehr →
Kikkuli — Pferdetrainer aus Mitanni; sein hethitisch überlieferter Text enthält indoarische Zahlwörter (aika-, tera-, panza-, satta-wartanna). mehr →
Kumarbi — Hurritischer Göttervater; der Kumarbi-Mythenkreis beeinflusste die hethitische und wohl auch die griechische Mythologie. mehr →
L
Logogramm — Wortzeichen: ein Keilschriftzeichen, das ein ganzes Wort meint (z. B. 𒈗 LUGAL „König“). mehr →
Lullubi — Bergvolk im westlichen Zagros; bekannt durch das Anubanini-Relief und die Siegesstele des Naram-Sin. mehr →
M
Mitanni — Hurritisch geprägter Großstaat (ca. 1500–1260 v. Chr.) mit indoarischer Oberschicht; Hauptstadt Waššukanni. mehr →
N
Naram-Sin — Enkel Sargons von Akkad; seine Stele (Louvre) zeigt den Sieg über die Lullubi im Zagros. mehr →
Nuzi — Hurritische Stadt bei Kerkuk; ihre Tontafel-Archive sind eine Hauptquelle für Alltag und Recht der Hurriter. mehr →
S
Subartu / Šubur — Sumerisch-akkadischer Name für das Land im Norden Mesopotamiens — Herkunft und genaue Bedeutung des Namens sind umstritten. mehr →
Sumerer — Erfinder der Keilschrift im Süden Mesopotamiens; ihre Texte nennen Subartu als eine der vier Weltgegenden. mehr →
T
Teššub — Hurritischer Wettergott, Hauptgott des Pantheons; sein Kult reichte von Anatolien bis in den Zagros. mehr →
Tontafel — Beschreibmaterial Mesopotamiens: feuchter Ton, mit Keilschrift beschrieben und getrocknet oder gebrannt — deshalb bis heute erhalten. mehr →
Tušratta — Letzter bedeutender Mitanni-König (14. Jh. v. Chr.); bekannt aus den Amarna-Briefen an den Pharao. mehr →
U
Urkeš — Frühe hurritische Stadt (Tell Mozan, Nordsyrien); die Inschrift ihres Königs Tiš-atal ist der älteste hurritische Text. mehr →
W
Waššukanni — Hauptstadt Mitannis; ihre genaue Lage ist bis heute nicht sicher identifiziert. mehr →
X
Xenophon — Griechischer Söldnerführer und Schriftsteller; beschrieb 401 v. Chr. in der „Anabasis“ die Karduchen. mehr →
Z
Zagros — Gebirgszug vom heutigen Kurdistan bis zur Straße von Hormus — Lebensraum der Bergvölker Subartus und Rückgrat der kurdischen Geografie. mehr →
Zikkurat — Gestufter Tempelturm Mesopotamiens — Wahrzeichen der Städte, in deren Texten Subartu erscheint. mehr →