Kurd:innen sind das größte staatenlose Volk der Welt — geschätzt 35–45 Millionen Menschen, davon 4 Millionen außerhalb der Heimatregionen. Diese Karte zeigt, wo Kurd:innen heute leben — von Hannover bis Sydney.
Die kurdische Heimat (Kurdistan) ist auf vier moderne Staaten aufgeteilt: Türkei (Bakur, Norden), Iran (Rojhilat, Osten), Irak (Başûr, Süden) und Syrien (Rojava, Westen). Die Diaspora entstand vor allem durch Krieg, Verfolgung und Arbeitsmigration ab den 1960ern.
کوردستان بەسەر چوار وڵاتدا دابەش بووە: تورکیا، ئێران، ئێراق، سوریا. دیاسپۆرا لە دەیەی 1960ەکانەوە دەستی پێ کرد.NRW (Nordrhein-Westfalen): ~400.000 — Köln, Düsseldorf, Bochum, Dortmund, Essen. Größte kurdische Community Deutschlands.
Berlin: ~70.000 — Schwerpunkt Kreuzberg, Neukölln, Wedding. Sehr aktiv politisch.
Niedersachsen: ~120.000 — Hannover (größte yezidische Gemeinde Europas mit ~40.000), Celle, Osnabrück.
Hessen: ~80.000 — Frankfurt, Wiesbaden.
Baden-Württemberg: ~150.000 — Stuttgart, Heilbronn.
Bayern: ~100.000 — München, Nürnberg, Augsburg.
Yezidische Kurd:innen fliehen vor osmanischen Massakern in den russischen Kaukasus (heute Armenien, Georgien).
Anwerbe-Abkommen mit Türkei (1961): Tausende kurdischer Gastarbeiter:innen kommen, hauptsächlich nach NRW.
Militärputsch Türkei 1980, Iran-Irak-Krieg, Anfal-Operationen, Halabja 1988. Massive Fluchtbewegungen.
Neue Fluchtwellen nach Irak-Krieg. ISIS-Vormarsch 2014 — Genozid an Yeziden, Şengal-Drama. Tausende kommen nach Deutschland.
Bürgerkrieg in Syrien, türkische Invasionen in Afrin (2018) und Sere Kaniyê (2019). Erneut Flucht nach Europa.
Nutze diese Seite als Baustein im Sorani-Lernweg: erst verstehen, dann üben, anschließend mit Karteikarten und Beispielsätzen wiederholen.