Newroz — das Neujahrsfest نەورۆز
„Newroz“ bedeutet neuer Tag. Gefeiert wird am Frühlingsanfang um den 21. März — mit Feuern, Tanz und der berühmten Sage von Kawa dem Schmied.
Die Sage von Kawa und Zahhak
Der Legende nach litt das Land unter dem Tyrannen Zahhak, aus dessen Schultern zwei Schlangen wuchsen, die täglich mit dem Hirn zweier junger Menschen gefüttert werden mussten. Unter seiner Herrschaft, heißt es, kam nicht einmal mehr der Frühling. Der Schmied Kawa, der selbst Kinder verloren hatte, schmiedete Waffen, sammelte die Unterdrückten und führte einen Aufstand. Als Zahhak gestürzt war, entzündete Kawa ein Freudenfeuer auf den Bergen — und der Frühling kehrte zurück.
Bräuche heute
- Feuer: große Lagerfeuer auf Hügeln und Plätzen; man springt über die Flammen. Feuer steht für Licht gegen Dunkelheit, Freiheit gegen Tyrannei.
- Tanz & Musik: Reigentanz (Govend), Lieder, Gedichte und der Ruf „Bijî Newroz!“ (Es lebe Newroz).
- Kleidung: festliche Trachten in Rot, Gelb und Grün — den kurdischen Farben.
- Picknick: Familien ziehen mit Essen ins Grüne.
Newroz wird nicht nur von Kurden gefeiert, sondern als Frühlingsfest (Nouruz) in vielen Ländern West- und Zentralasiens — die UNESCO führt es als immaterielles Kulturerbe. Das Besondere am kurdischen Newroz ist die Sage von Kawa und die Rolle als Symbol kultureller Identität.
Newroz war zeitweise verboten und wurde dann zu einem starken Zeichen kultureller Selbstbehauptung. Wir beschreiben es hier als kulturelles Fest.
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