Geschichte der Kurden مێژوو

Ein Streifzug durch rund drei Jahrtausende — von antiken Bergvölkern über mittelalterliche Fürstentümer und Saladin bis in die Neuzeit.

Antike

Bergvölker im Zagros

Antike Quellen nennen Bergvölker wie die Karduchen (bei Xenophon, um 401 v. Chr.) und später die Kyrtier — oft als Anknüpfungspunkte zur kurdischen Geschichte diskutiert. → mehr im Bereich Subartu

10.–12. Jh.

Erste kurdische Dynastien

Unter islamischer Herrschaft entstehen kurdische Dynastien: Hasanwayhiden, Marwaniden, Rawadiden, Schaddadiden.

1137–1193

Saladin & die Ayyubiden

Der Kurde Saladin (Selahêdîn) gründet die Ayyubiden-Dynastie, wird Sultan von Ägypten und Syrien und nimmt 1187 Jerusalem ein. Ayyubiden

1597

Das Scherefname

Fürst und Gelehrter Scheref Khan Bidlisi verfasst das Scherefname — die älteste umfassende Geschichte der kurdischen Dynastien.

1692

Mem û Zîn

Ehmedê Xanî (1650–1707) schreibt das romantische Epos Mem û Zîn, häufig als kurdisches Nationalepos bezeichnet. Literatur

19. Jh.

Fürstentümer & Umbruch

Halbautonome kurdische Fürstentümer (z. B. Botan, Soran, Baban) verlieren im Zuge der Zentralisierung des Osmanischen Reichs ihre Eigenständigkeit.

20. Jh.

Neue Grenzen

Nach dem Ersten Weltkrieg wird der kurdische Siedlungsraum auf die neuen Staaten Türkei, Irak, Iran und Syrien aufgeteilt. Es folgen wechselvolle Jahrzehnte mit Phasen von Unterdrückung, Aufständen und kultureller Wiederbelebung.

Heute

Sprache & Kultur

Kurdische Sprache, Medien und Kultur erleben vielerorts eine Blüte; im Nord-Irak besteht eine autonome Region.

Die jüngere Geschichte ist politisch umstritten und wird je nach Sichtweise unterschiedlich dargestellt. Diese Übersicht nennt bewusst nur breit belegte Eckpunkte.

Quellen

  1. Wikipedia: „History of the Kurds“, „Saladin“, „Sharafnama“, „Ehmedê Xanî“.
  2. Britannica: „Saladin“. — Kurdistan Memory Programme: „History of the Kurds“.
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